High Definition hat sich zu nehmend als internationaler Produktionsstandard etabliert. Länder wie Japan, die USA, Südkorea, Brasilien, Mexico, Australien oder auch China haben, was die Verbreitung von HDTV angeht, die Nase vorn. Dort gibt es bereits diverse Programme die in HD gesendet werden. In Japan gibt es schon viele Jahre HDTV-Sendungen vor allem im Auftrag der NHK und immerhin mehr als sechs Millionen HDTV-Geräte. In den USA ist das Standard-Fernsehen NTSC sichtbar schlechter als unser hiesiges PAL, also das Zuschauerinteresse an besseren Bildern viel höher.
Bereits jetzt gibt es in den USA 40 HDTV-Kanäle. Endlich werden nun auch in Europa die Weichen ebenso für die neue Technologie gestellt.
HD bietet mit einer hohen Auflösung und brillanten Bildern ausreichend Argumente für eine Erfolgsstory. Die internationale Vermarktung von AÜ-, Studio- und szenischen Produktionen wird ein weiterer Grund für die Etablierung der HD-Technologie sein.
Die erste echte HDTV-Empfangsmöglichkeit in Europa bietet der belgische Sender Euro 1080 über Satellit (Astra) und sendet in 1080i, also mit Halbbildern. Premiere, Sat1 und Pro7 strahlen inzwischen via Satellit HDTV aus. Kabel Deutschland will noch in diesem Jahr hochauflösende Programme einführen. Die deutschen Kabelnetzbetreiber investieren jetzt schon in die HD-Technik.
WIGE MEDIA ist konsequent auf HD-Technologie ausgerichtet und folgt somit frühzeitig einer Entwicklung, die sich in Europa kurz- und langfristig durchsetzen wird.
Normen
Um zu erläutern, worin die qualitativen Unterschiede der neuen TV-Systeme bestehen, betrachten wir zunächst unser bisheriges Fernsehen. Wir haben es bei PAL mit 576 sichtbaren Zeilen (Bildhöhe) und ca. 720 sichtbaren Linien (Bildbreite) zu tun.
Formate: |
PAL |
720p |
1080i |
Art des Bildaufbaus: |
interlaced |
progressive |
interlaced |
Anzahl Bildpunkte: |
414.720 Pixel |
921.000 Pixel |
2.073.600 Pixel |
Horizontale Auflösung: |
576 Zeilen |
720 Zeilen |
1080 Zeilen |
Vertikale Auflösung: |
720 Linien |
1280 Linien |
1920 Linien |
Vermutlich werden die Sender- und die Empfänger so ausgelegt sein, dass man beide Formate wahlweise ausstrahlen bzw. empfangen kann.
Eigentlich wäre ein Vollbild-Verfahren, also 720p für das menschliche Auge besser, andererseits bietet 1080i deutlich höhere Auflösung. Durch den Trick, jeweils nur ein halbes Bild zu übertragen, spart man bei 1080i Bandbreite. Tests haben aber ergeben, dass 720p subjektiv als genauso detailgenau empfunden wird wie 1080i, bei dem man letztlich ja immer nur 540 Zeilen (pro Halbbild) gleichzeitig sieht.
Um die Normendiskussion noch komplizierter zu machen, arbeiten zum Beispiel die meisten Flachbildschirme nach dem Computer-Standard (XGA) und 768 Zeilen.
Projektoren wiederum arbeiten in der neuesten Generation wahlweise in 720 X 1280 oder in 1080 X 1920, das werden auch die Werte der HDTV-Fernsehgeräte sein.